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Wissen für Ihr Vorhaben

Welche Wärmepumpenart passt zu Ihrem Haus?

Die passende Wärmepumpenart hängt davon ab, welche Wärmequelle Ihr Grundstück bietet und wie Ihr Haus Wärme verteilt. Klären Sie zuerst diese Voraussetzungen. Eine Rangliste einzelner Geräte beantwortet die Systemfrage noch nicht.

Quellen geprüft am . Allgemeine Orientierung; keine individuelle Prüfung Ihres Hauses.

Zum Mitnehmen ins Fachgespräch. Im Druckdialog auch als PDF speicherbar.

Drei Wärmequellen für eine wassergeführte Heizung

Bei den folgenden Systemen gelangt die Heizwärme über Wasser zu Heizkörpern oder Flächenheizungen. Der erste Teil des Namens bezeichnet die Wärmequelle beziehungsweise das dort eingesetzte Medium.

Auf kleinen Bildschirmen lässt sich die Tabelle seitlich scrollen.

Grundprinzip der drei Wärmepumpenarten
SystemWärmequelleWas dafür erschlossen wird
Luft-WasserAußenluftLuftzufuhr am Gerät; keine Erdwärmebohrung
Sole-Wasser / ErdwärmeErdreichErdkollektor oder Erdsonde mit einem Solekreislauf
Wasser-WasserGrundwasserBrunnen zur Wasserentnahme und Rückführung

Quelle: Verbraucherzentrale: Arten und Funktionsweise von Wärmepumpen.

Welche Quelle lässt sich vor Ort nutzen?

Für Erdkollektoren braucht es geeignete Grundstücksfläche; bei Erdsonden zählen unter anderem Untergrund und zulässige Bohrung. Grundwasser verlangt eine geeignete Wassermenge und Wasserqualität. Das lässt sich nicht allein aus der Grundstücksgröße ableiten.

Lassen Sie die Erschließung als eigenen Teil des Angebots ausweisen. Fragen Sie bei Erd- und Grundwassernutzung früh nach den örtlichen Anzeige- und Genehmigungsverfahren. Welche Unterlagen nötig sind, klärt die zuständige Wasserbehörde für Ihr Grundstück. Eine Nachbaranlage ersetzt diese Prüfung nicht.

Quelle: Verbraucherzentrale: Wärmepumpen im Vergleich.

Luft-Luft und Brauchwasser erfüllen andere Aufgaben

Eine Luft-Luft-Wärmepumpe erwärmt die Raumluft über Innengeräte, statt Heizungswasser bereitzustellen. Die Warmwasserversorgung braucht eine separate Lösung. Eine Brauchwasserwärmepumpe übernimmt dagegen die Trinkwassererwärmung; sie ersetzt allein keine Raumheizung.

Schreiben Sie deshalb vor dem Vergleich auf, ob Sie Heizung, Warmwasser oder beides erneuern möchten. Ein günstiges Warmwassergerät und eine komplette Heizungsanlage beantworten unterschiedliche Aufgaben.

Quelle: Verbraucherzentrale: Arten und Funktionsweise von Wärmepumpen.

Kann die Wärmepumpe auch kühlen?

Das hängt vom Gerät und vom Gesamtsystem ab. Einige Anlagen können aktiv kühlen; geeignete Erdwärmesysteme ermöglichen auch passive Kühlung. Dafür müssen Wärmeverteilung und Regelung passen. Übliche Heizkörper eignen sich dafür kaum.

Wenn sommerlicher Komfort wichtig ist, lassen Sie sich die konkrete Kühlfunktion samt nutzbaren Räumen erläutern. Fragen Sie ausdrücklich, ob sie im angebotenen System enthalten ist und welche zusätzlichen Komponenten nötig wären. Der Begriff Wärmepumpe allein ist keine Kühlzusage.

Quelle: Verbraucherzentrale: Technik und Ausstattung einer Wärmepumpenanlage.

Welches Kältemittel?

Die Förderrichtlinie empfiehlt Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln, etwa R290 (Propan) oder R744 (Kohlendioxid). Ab dem 1. Januar 2028 werden nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln gefördert. Fragen Sie deshalb im Angebot ausdrücklich, welches Kältemittel das Gerät verwendet.

Quelle: Bundesanzeiger: Förderrichtlinie BEG Einzelmaßnahmen vom 17.08.2026 mit Technischen Mindestanforderungen (PDF).

Werden Luft-Luft-Wärmepumpen gefördert?

Möglich ist das, wenn das Gerät auf der Wärmeerzeugerliste des BAFA steht und die Effizienzwerte erreicht: Bei Geräten bis 12 kW Heizleistung verlangt die Richtlinie unter anderem eine jahreszeitbedingte Raumheizungs-Effizienz von mindestens 181 Prozent und die Effizienzklasse A++ oder A+++. Wärmepumpen, die Raumluft als Wärmequelle nutzen, werden nicht gefördert. Lassen Sie sich die Förderfähigkeit des konkreten Geräts vor dem Antrag bestätigen.

Quelle: Bundesanzeiger: Förderrichtlinie BEG Einzelmaßnahmen vom 17.08.2026 mit Technischen Mindestanforderungen (PDF).

Mit diesen Fragen wird der Vergleich konkret

Unsere Empfehlung für das Erstgespräch: Lassen Sie zwei realistische Varianten für dasselbe Haus beschreiben. Notieren Sie offene Punkte neben jeder Variante, bevor Sie sich auf einen Hersteller festlegen.

  • Welche Wärmequelle ist geprüft, welche bisher nur angenommen?
  • Welche Arbeiten am Grundstück und im Haus gehören zum Preis?
  • Welche Voraussetzungen muss ich noch nachweisen lassen?
  • Wer erklärt mir schriftlich, warum diese Lösung zu meinem Vorhaben passt?

Quelle: Verbraucherzentrale: Wärmepumpen im Vergleich.