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Wissen für Ihr Vorhaben

Warmwasser mit der Wärmepumpe: Speicher, Legionellenschutz und Alternativen

Die Wärmepumpe kann das Warmwasser mit erwärmen, meist über einen Speicher. Weil dafür höhere Temperaturen nötig sind, arbeitet sie dabei oft weniger effizient als beim Heizen. Gegen Legionellen sollte Warmwasser laut Verbraucherzentrale auf mindestens 60 Grad erhitzt werden; sie empfiehlt, den Speicher dauerhaft mit 60 Grad zu betreiben. Als Faustregel nennt sie etwa 50 Liter Speicher pro Person. Statt eines Trinkwasserspeichers ist auch eine Frischwasserstation möglich, die das Wasser erst beim Zapfen mit Heizungswärme erwärmt; ganz ohne die Heizungswärmepumpe kommen ein elektrischer Durchlauferhitzer oder eine separate Warmwasser-Wärmepumpe aus.

Quellen geprüft am . Allgemeine Orientierung; keine individuelle Prüfung Ihres Hauses.

Zum Mitnehmen ins Fachgespräch. Im Druckdialog auch als PDF speicherbar.

Wie viel Energie braucht das Warmwasser?

Laut Verbraucherzentrale entfallen etwa 10 bis 30 Prozent des gesamten Heizenergiebedarfs auf Warmwasser. Die Effizienz ist dabei oft niedriger als beim Heizen, weil höhere Temperaturen nötig sind.

Quelle: Verbraucherzentrale: Warmwasser, wenn ich mit einer Wärmepumpe heize (Stand 30.01.2026).

Welche Temperatur schützt vor Legionellen?

Legionellen vermehren sich besonders gut zwischen 25 und 50 Grad. Die Verbraucherzentrale rät, Warmwasser auf mindestens 60 Grad zu erhitzen, und empfiehlt, den Speicher dauerhaft auf 60 Grad zu betreiben. Das kostet Effizienz, weil höhere Temperaturen mehr Strom verbrauchen, gilt laut Verbraucherzentrale aber als sicherste Lösung. Eine regelmäßige Legionellenschaltung, bei der der Speicher auf 60 bis 65 Grad erhitzt wird, reicht laut Umweltbundesamt (zitiert von der Verbraucherzentrale) nicht aus, weil sie das Legionellenwachstum nur kurzzeitig hemmt.

Eine gesetzliche Pflicht zur regelmäßigen Laboruntersuchung auf Legionellen gibt es nach § 31 Trinkwasserverordnung nur, wenn alle diese Bedingungen zusammenkommen: Das Trinkwasser wird gewerblich, etwa bei Vermietung, oder öffentlich abgegeben; der Speicher fasst mehr als 400 Liter oder eine Leitung zwischen Erwärmer und Zapfstelle enthält mehr als 3 Liter (Zirkulation nicht mitgerechnet); es gibt Duschen oder andere Einrichtungen, die Wasser vernebeln; und es handelt sich nicht um ein Ein- oder Zweifamilienhaus. Bei gewerblicher, nicht öffentlicher Abgabe (etwa Vermietung) ist dann mindestens alle drei Jahre zu untersuchen, bei öffentlicher Abgabe mindestens jährlich, sofern das Gesundheitsamt nichts anderes festlegt (§ 31 Abs. 2 TrinkwV).

Quelle: Verbraucherzentrale: Warmwasser, wenn ich mit einer Wärmepumpe heize (Stand 30.01.2026).

Quelle: Gesetze im Internet: § 31 Trinkwasserverordnung (Untersuchungspflichten Legionella, abgerufen am 21.10.2026).

Wie groß sollte der Speicher sein?

Als Faustregel nennt die Verbraucherzentrale etwa 50 Liter pro Person, also rund 200 Liter für einen Vier-Personen-Haushalt. Moderne Speicher haben 10 bis 15 Zentimeter Dämmung.

Das Fraunhofer ISE stellte im Feldtest bei einem Teil der Anlagen mit Kombispeicher fest, dass Heiz- und Warmwassertemperatur nicht sauber getrennt waren. Fragen Sie deshalb nach, wie Heizung und Warmwasser im geplanten Speicherkonzept getrennt geregelt werden.

Quelle: Verbraucherzentrale: Warmwasser, wenn ich mit einer Wärmepumpe heize (Stand 30.01.2026).

Quelle: Fraunhofer ISE: Wärmepumpen heizen auch im Altbau klimafreundlich (Presseinformation vom 03.11.2025, PDF).

Welche Lösungen gibt es?

Die Verbraucherzentrale vergleicht mehrere Wege, Warmwasser zu bereiten, wenn eine Wärmepumpe heizt:

Auf kleinen Bildschirmen lässt sich die Tabelle seitlich scrollen.

Warmwasser bei einer Wärmepumpenheizung laut Verbraucherzentrale
LösungWie sie arbeitetGut zu wissen
Speicher an der WärmepumpeDie Heizungswärmepumpe erwärmt einen TrinkwasserspeicherHöhere Temperatur senkt die Effizienz
FrischwasserstationErwärmt Trinkwasser erst beim Zapfen über einen Wärmetauscher mit Heizungswasser der Wärmepumpe (kein stehendes Warmwasser)Sehr hygienisch, im Betrieb effizienter und günstiger, geeignet für Mehrfamilienhäuser mit langen Leitungen; teurer in der Anschaffung als Durchlauferhitzer
DurchlauferhitzerErwärmt Wasser elektrisch direkt an der ZapfstelleVor allem bei großen Häusern mit langen Wegen; weniger effizient als die Wärmepumpe
Warmwasser-WärmepumpeKleines eigenes Gerät, meist im Keller, nutzt die RaumluftJahresarbeitszahl typisch 2,5 bis 4; heizt keine Räume

Quelle: Verbraucherzentrale: Warmwasser, wenn ich mit einer Wärmepumpe heize (Stand 30.01.2026).

Wann passt eine separate Warmwasser-Wärmepumpe?

Sie kann eine bestehende Heizung ergänzen: Der Heizkessel kann dann im Sommer ausgeschaltet bleiben, die Nachrüstung gelingt ohne große Umbauten, und der Aufstellraum wird gekühlt und entfeuchtet. Dagegen sprechen der Platzbedarf etwa wie bei einem großen Kühlschrank und hörbare Geräusche. Geeignet sind unbeheizte, aber frostfreie Räume wie ein Heizungskeller. Zu den Kosten schreibt die Verbraucherzentrale allgemein: Warmwasser aus einer Wärmepumpe ist deutlich günstiger als mit reinem Strom, aber oft nicht günstiger als mit Gas; mit eigenem Solarstrom wird es oft sehr günstig.

Zur Förderung: Wärmepumpen, die Raumluft als Wärmequelle nutzen, werden nach der Förderrichtlinie nicht gefördert (TMA 3.4). Übliche Warmwasser-Wärmepumpen, die die Raumluft im Aufstellraum nutzen, sind damit von der Heizungsförderung ausgeschlossen. Förderfähig sind nur Wärmepumpen aus der Wärmeerzeugerliste des BAFA, die die technischen Mindestanforderungen erfüllen; die KfW verlangt diese Anforderungen ebenfalls (Merkblatt 458). Rechnen Sie bei einer reinen Warmwasser-Wärmepumpe deshalb ohne Zuschuss.

Quelle: Verbraucherzentrale: Warmwasser, wenn ich mit einer Wärmepumpe heize (Stand 30.01.2026).

Quelle: Bundesanzeiger: Förderrichtlinie BEG Einzelmaßnahmen vom 17.08.2026 mit Technischen Mindestanforderungen (PDF).

Quelle: KfW: Merkblatt 458, Stand 09/2026 (PDF).

Fragen für das Gespräch mit dem Fachbetrieb

Unsere Checkliste zum Warmwasser:

  • Wie viele Personen leben im Haushalt, und wie wird geduscht oder gebadet?
  • Welche Speichergröße und welche Temperatur sind geplant, und wie wird der Legionellenschutz gesichert?
  • Wird das Warmwasser über die Heizungswärmepumpe, eine Frischwasserstation oder ein eigenes Gerät bereitet?
  • Wie wirkt sich die Warmwasserbereitung auf die berechnete Jahresarbeitszahl aus?